EU Kommission legt 2017 Richtlinienvorschlag für einen sog. „präventiven Restrukturierungsrahmen“ vor. Ziel ist es, einen einheitlichen rechtlichen Rahmen für eine Restrukturierung von Unternehmen außerhalb eines Insolvenzverfahrens zu schaffen.

Wenn sich der Unternehmer nicht mit sei­nen Gläu­bi­gern auf Maß­nah­men zur Restruk­tu­rie­rung eini­gen kann darf er jetzt den „präv­en­tive Restruk­tu­rie­rungs­rah­men“ in Anspruch nehmen ohne Durchführung des Insolvenzverfahrens:

  •     Es muss nicht Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung vorliegen, die Liquiditätslücke reicht aus.
  •     Das Ver­fah­ren soll auf ein­zelne Gläu­bi­ger­grup­pen (z.B. Finanz­gläu­bi­ger) beschränkt wer­den kön­nen.
  •     Das Ver­fah­ren wird immer in „Eigen­ver­wal­tung“ durch­ge­führt. Die Geschäfts­füh­rung gibt die Lei­tung nicht an einen Insol­venz­ver­wal­ter ab.